1. Johannes, ISIS, Das Evangelium und der Terror

opferlammAlice Su schloss 2013 ihr Studium in Nah-Ost-Studien in Princeton ab und lebt seither in Aman, Jordanien, wo sie mit Flüchtlingen arbeitet und als freie Journalistin tätig ist. Sie bezeichnet sich als grossen Jesus-Fan und sagt, dass sie langsam lernt, wie sie das in einem interreligiösen und internationalen Kontext leben kann. Am 3. September schrieb sie in einem Blog ( http://gospelworldview.wordpress.com/2014/09/03/1-john-isis-and-the-gospel-versus-terror/ )

In der letzten Zeit war ich sehr verängstigt. Ich denke oft an den Tod von James Foley, Steven Sotloff und vieler anderer Journalisten und Millionen von Kindern, Frauen, Vätern, guten Freunden, Onkeln und Nachbarn in Syrien, Gaza, Irak, Ägypten, Sudan und sonst wo. Ich werde das Gefühl nicht los, dass um die Ecke der Tod lauert, an der Haustür von Journalisten, der Zivilbevölkerung, bei zu vielen Leuten die mir lieb geworden sind wie auch bei Tausenden, denen ich noch nicht begegnet bin. Alle die ich kenne sind gezeichnet. Einige bluten. Hass und Angst liegen in der Luft und es wird immer schlimmer. Wie reagieren Christen auf den Terrorismus? Meine Kirche schwankt in ihrer Antwort. „Liebe deine Feinde und bete für die, die dich verfolgen.“ OK! Wirklich?

Wir haben ihren kompletten Beitrag übersetzt. In folgendem PDF könnt ihr die deutsche Übersetzung ihrer weiteren Gedanken dazu lesen:

1Joh ISIS Evangelium Terror Alice Su.PDF pdf-icon

 

Stellungnahme: Mit Gewalt gegen Gewalt?

STellungnahmeIn diesen Wochen werden wir Zeugen unsäglicher Gewalt. Das fordert uns in unserem friedenskirchlichen Verständnis von gewaltfreiem Handeln neu heraus, auf drängende Fragen und Einwände zu antworten. Dazu haben wir im Bienenberg-Kollegium eine erste Stellungnahme erarbeitet.

Wir hoffen, damit einen kleinen Beitrag zur Meinungsbildung in der Frage zu leisten, wie wir angesichts einer gewalttätigen Welt verantwortlich in der Nachfolge Jesu leben wollen. Bitte beachtet dazu auch die weiterführenden Lesehinweise/Links in dem Text (Fussnotenangaben), zu denen beeindruckende persönliche Zeugnisse wie Grundsatzartikel gehören.

Schalom
Das Kollegium des Theologischen Seminars Bienenberg

Zu den Waffen greifen_StellungnahmeTSBKollegium.PDF pdf-icon

 

Mit Gewalt gegen Gewalt? Einige friedenskirchliche Lesehinweise

„Gewalt hat uns hierher gebracht; zu denken, dass Gewalt uns hier wieder herausbringen wird, ist genauso töricht, wie nichts zu tun.“ (Benjamin L. Corey)

Aus IDEAWer als friedenskirchlich engagierte Person die aktuelle Debatte über die Lage in Irak, in Syrien, im Kongo, in der Ukraine (etc.) bloss aus der Optik der üblichen Medien verfolgt, der kann wohl nicht anders, als neben grosser Ohnmacht und Schmerz bisweilen auch Erschütterungen seiner Überzeugungen zuzulassen. Von überall her ist sie oder er mit kritischen bis hämischen Anfragen konfrontiert: Na, merkst du endlich, wie weltfremd, duckmäuserisch und unverantwortlich ihr Pazifisten doch alle seid?!

Man vergleiche dazu die Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe des evangelischen Wochenmagazins ideaSpektrum mit dem Titel „Was tun, angesichts von Gewalt – zur Waffe greifen?“ sowie die Diskussionen dazu auf den einschlägigen Websites und Social Media.

Diese Anfragen sind nicht neu. Sie bewegten bereits Bonhoeffer in seiner Konfrontation mit dem Naziregime und berühmt ist sein Satz, Weiterlesen