Kerze und Baustrahler

Licht der WeltIn diesen Advents- und Weihnachtstagen ist auch in kirchlichen Kreisen immer wieder vom Licht die Rede. Ein Motiv, entnommen aus biblischen Texten, die Gottes Ankunft in dieser Welt mit diesem Bild beschreiben. Eine Welt, über die sich so manch dunkle Schatten legen, wird von Christus, dem menschgewordenen Gottessohn, erhellt. Das ist die „gute neue Mär“, wie es im Mund der Engel im bekannten Weihnachtslied „Vom Himmel hoch“ von Martin Luther heisst.

Über die Leuchtkraft dieses Lichtes gibt es unterschiedliche Auffassungen. In vielen Liedern und Predigten leuchtet Jesus Christus vorwiegend in einem warmen Licht. Einer Kerze gleich, verbreitet er eine wohlige Atmosphäre. Ein Licht, das nicht blendet und nicht bloss stellt. Es zieht Menschen in seinen Bann, weckt Vertrauen. Menschen spüren: Bei diesem Jesus bin ich angenommen. Hier fühle ich mich sicher.

Mitunter verkommt dieses behagliche Licht aber zum Kitsch. Wenn das liebliche, süsse und zarte Kindelein besungen wird, ist dies fern jener oft unseligen Zustände der Welt, in die hinein Jesus geboren wird. Das Kind in der Krippe gibt sich denn auch nicht mit entzückten „Jöö“-Lauten zufrieden. Weiterlesen

Bekenntnis zum Frieden Jesu in einer terroristischen Welt

  • Welches sind die „echten Muslime“ – die friedlichen oder die gewalttätigen?
  • Wie sollten Christen auf Dschihad-Muslime reagieren?
  • Ist Gewalt nicht die einzig wirksame Reaktion auf islamistischen Terrorismus?

Mit solchen und ähnlichen Fragen aus Gemeinden sieht sich die Arbeitsgruppe für christlich-muslimische Beziehungen (Eastern Mennonite Missions (EMM), Salunga, PA, USA) derzeit in besonderer Weise konfrontiert, was sie zu folgender Stellungnahme veranlasste:

pdf-iconBekenntnis zu Jesu Frieden in terroristischer Welt  
Ein Appell der Arbeitsgruppe für christlich-muslimische Beziehungen von EMM

Täufergeschichte, Menschenrechte und Folterverbot

Folterung-des-Täufers-Geleijn-Cornelus-in-Breda-NL-um-1572Folter stellte nicht nur wie abgebildet in den Niederlanden, sondern auch in der Schweiz für viele Jahrhunderte ein gängiges Mittel dar, um missliebige Minderheiten gefügig zu machen. Dies galt auch für die Repression des Täufertums, dieser auf die Reformation zurückgehenden Bewegung kirchlicher Nonkonformisten.

Dass die Täufer Gottesdienstbesuch, Kirchenmitgliedschaft und Glaube von jeglichem obrigkeitlichen Zwang befreien wollten und sich weigerten, Kriegsdienst zu leisten und politischen Behörden bedingungslosen Gehorsam zu schwören, führte zu ihrer europaweiten Verfolgung.

Am längsten und härtesten traf es das Täufertum in Bern. Hier war es trotz Güterkonfiskationen, lebenlänglichen Haftstrafen, Deportationen und Ausschaffungen lange Zeit nicht gelungen, diese als Ketzer, Rebellen und Scheinheilige bezeichnete religiöse und gesellschaftliche Minderheit auszumerzen. Mitte 1714 griff die Obrigkeit der Aarestadt darum erneut zum Mittel der Galeerenstrafe, um „dieses Unkraut in unseren Landen auszuwurzeln“. Da dieses Verdikt mit hoher Wahrscheinlichkeit einem Todesurteil auf Raten gleichkam, erreichte es die bezweckte Einschüchterung und Abschreckung der noch im Land befindlichen Täuferinnen und Täufer durchaus. Der anvisierte „Ekklesiozid des Täufertums“ schien endlich in erreichbare Nähe zu rücken…  Weiterlesen